Was kostet ein Verlobungsring? Preise, Budget & Spartipps
Erfahre, wie viel ein Verlobungsring wirklich kosten sollte. Mit Preisübersicht, Budget-Tipps und der Wahrheit über die 3-Monatsgehälter-Faustregel.
Die Frage nach dem Preis eines Verlobungsrings ist für viele zukünftige Bräutigame ein zentrales Thema. Wie viel sollte man tatsächlich für einen Verlobungsring ausgeben? Ist teurer immer besser, oder gibt es auch erschwingliche Optionen, die genauso bedeutungsvoll sind?
Die 2-3 Monatsgehälter Faustregel – ein Marketing-Mythos
Die klassische Faustregel, ein Verlobungsring sollte zwei bis drei Monatsgehälter kosten, stammt aus einer Werbekampagne von De Beers in den 1930er-Jahren. Sie hat keinen sachlichen Hintergrund und war reines Marketing, um mehr Diamanten zu verkaufen.
Heute gilt: Investiere das, was du dir leisten kannst, ohne dich finanziell zu überfordern. Die symbolische Bedeutung des Rings zählt mehr als sein Preis.
Preisübersicht: Was kosten Verlobungsringe wirklich?
| Kategorie | Preisspanne | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Budget | 100 – 500 € | Silber/vergoldet, Zirkonia oder kleiner Edelstein |
| Mittelklasse | 500 – 2.000 € | 585er Gold, kleiner Diamant (0,2-0,5 ct) oder Farbedelstein |
| Premium | 2.000 – 5.000 € | 750er Gold/Platin, Diamant (0,5-1,0 ct), hochwertige Fassung |
| Luxus | 5.000 € + | Platin, größerer Diamant (1+ ct), Designer oder Maßanfertigung |
Was beeinflusst den Preis?
Material
Das Edelmetall beeinflusst den Preis erheblich. Platin ist das teuerste Material, gefolgt von 750er Gold und 585er Gold. Silber ist die günstigste Option.
Edelstein & die vier C's
Bei Diamanten bestimmen die vier C's (Cut, Carat, Color, Clarity) den Preis. Der Schliff hat dabei den größten Einfluss auf die Brillanz.
Fassung und Design
Ein Solitaire-Ring mit einem einzelnen Stein ist oft günstiger als ein aufwändiger Halo-Ring mit vielen kleinen Steinen.
Spartipps: Mehr Ring für weniger Geld
Tipp 1: Karat-Grenze unterlaufen. Ein 0,9-ct-Diamant sieht fast identisch aus wie ein 1,0-ct-Stein, kostet aber oft 20-30% weniger.
Tipp 2: Farbstufen G-H wählen. „Fast farblose" Diamanten (G-H) sind mit bloßem Auge nicht von farblosen (D-F) zu unterscheiden, aber deutlich günstiger.
Tipp 3: Farbedelsteine in Betracht ziehen. Saphire, Smaragde oder Rubine sind oft günstiger als Diamanten und mindestens genauso beeindruckend.
Tipp 4: Online-Shops vergleichen. Online-Juweliere haben oft niedrigere Preise als stationäre Geschäfte bei vergleichbarer Qualität.
Tipp 5: Labor-Diamanten. Synthetische Diamanten sind chemisch identisch mit natürlichen, kosten aber 30-50% weniger.